Hy.Summit.​Rhein.Ruhr 2025: Realitäts-Check für den Wasserstoffhochlauf

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Ein Mann im Anzug hält an einem Rednerpult eine Rede vor einem sitzenden Publikum in einem modernen, gut beleuchteten Saal mit einem Balkon, von dem aus weitere Zuhörer zuschauen.
Credit: Bernd Thissen

„Nur eine dekarbonisierte Stahlindustrie sichert Europas Wasserstoffhochlauf und damit unsere industrielle Resilienz.” 

Rasmus C. Beck, Geschäftsführer Duisburg Business & Innovation

Duisburg/Bochum, 2. September 2025. Mit über 900 Teilnehmer:innen und 50 Speaker:innen war der Hy.Summit.Rhein.Ruhr 2025 restlos ausgebucht. Der zweitägige Kongress setzte industriepolitische Signale, zeigte Fortschritte bei Infrastruktur und Regulierung – und benannte klar und notwendigerweise die Hürden beim Wasserstoffhochlauf.

Auf der Auftaktgala in Duisburg erklärte thyssenkrupp-CEO Miguel Lopéz: „Die Herausforderungen sind groß – aber ebenso groß ist unsere Entschlossenheit, als Industrie unseren Beitrag zu leisten. Nur gemeinsam mit Politik, Wissenschaft und Wirtschaft bringen wir die Transformation voran!“ NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur betonte: „Für eine Industrie, die auch in Zukunft wettbewerbsfähig ist, ist Wasserstoff ein entscheidender Baustein. Mit starken Unternehmen an Rhein und Ruhr und gut ausgebildeten Fachkräften ist Nordrhein-Westfalen zentraler Wasserstoff-Standort im Herzen Europas.“ 

Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link betonte: „Duisburg steht mitten im Wandel. Wir wollen Industrie neu denken: klimafreundlich, innovativ, zukunftssicher. Wasserstoff spielt dabei eine wichtige Rolle. Der Hy.Summit zeigt: Wir gehen dabei voran – für eine starke Wirtschaft, für künftige Arbeitsplätze und für eine Region, die ihre Zukunft auf Dauer aktiv gestalten will.“

Am zweiten Kongresstag in Bochum rückte die praktische Umsetzung in den Mittelpunkt. Infrastruktur und Regulierung kommen voran, doch Verfügbarkeit und Preis bleiben die entscheidenden Faktoren. Rasmus C. Beck, Geschäftsführer der Duisburg Business & Innovation, sagte: „Ein Euphoriethema hat den harten Realitäts-Check erfahren. Die Stahlindustrie und damit der Wasserstoffhochlauf brauchen jetzt klare industriepolitische Leitplanken in Deutschland und Europa – vom CO₂-Grenzausgleich (CBAM) und einer längeren Zuteilung von CO₂-Zertifikaten bis zu wettbewerbsfähigen Energiepreisen. Nur eine dekarbonisierte Stahlindustrie sichert Europas Wasserstoffhochlauf und damit unsere industrielle Resilienz.“ 

Markus Bangen, Vorstandsvorsitzender des Duisburger Hafens, machte klar: „Für den Markthochlauf braucht es pragmatische Lösungen: Auch blauer Wasserstoff und Ammoniak müssen erlaubt sein – sonst bleibt die klimaneutrale Industrie an Rhein-Ruhr ein Ziel ohne Weg.“

Auf dem Kongress in Bochum stellte Wasserstoff-Experte Dr. Philipp Steinberg im Auftrag der Duisburg Business & Innovation GmbH drei zentrale Forderungen als „Letzte Chance für unseren Stahl“ und den Wasserstoffhochlauf vor:

  • Stahlindustrie als strategische Leitbranche der Wasserstoffwirtschaft definieren und gezielt stützen.

  • Resilienz Deutschlands und Europas durch strategische Allianzen erhöhen.

  • Wettbewerbsfähigkeit sichern und den Markthochlauf durch aktive Politik beschleunigen.

Die Region Rhein-Ruhr ist bereits positioniert als Test- und Transferraum für Wasserstoff, mit Forschungsexzellenz, industriellen Transformationspfaden und einer breiten kommunalen Allianz. Die Transformation muss jetzt gemeinsam mit Industrie, Politik, Wissenschaft und Wirtschaftsförderung trotz der bekannten Hürden weitergegangen werden.

 Das nächste Vertiefungsformat, HY.Lab, findet am 19. Februar 2026 in Hamm statt.

Veranstalter des Hy.Summit.Rhein.Ruhr 2025 ist das Netzwerk Hy.Region.Rhein.Ruhr e.V. in Kooperation mit den Wirtschaftsförderungen aus Bochum, Dortmund, Duisburg, Essen und Hamm, getragen von einem breiten Bündnis aus Partner:innen. Der Dank der Organisatoren gilt allen Teilnehmenden, Redner:innen und Partner:innen, die das Gelingen ermöglicht haben.

Weitere Informationen:

www.hy-summit.de
www.hy-region-rhein-ruhr.de
www.duisburg-business.de 


Bitte bedienen Sie sich an unserer „Zitier-Bar“ zum Hy.Summit 2025:

„Für eine Industrie, die auch in Zukunft noch wettbewerbsfähig ist, ist Wasserstoff ein entscheidender Baustein. Deshalb bleiben wir beim Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft weiter dran und unterstützen unsere Industrie auf dem Weg in die klimaneutrale Zukunft nach Kräften – bei Leuchtturmprojekten in Erzeugung, Transport oder Anwendung von Wasserstoff. Denn Wasserstoff bietet die große Chance, Europa unabhängiger von fossilen Energieimporten und damit widerstandsfähiger zu machen. Mit starken Unternehmen an Rhein und Ruhr und gut ausgebildeten Fachkräften ist Nordrhein-Westfalen zentraler Wasserstoff-Standort im Herzen Europas. In NRW gibt es die Nachfrage, jetzt müssen in Berlin und Brüssel die richtigen Weichen für den weiteren Markthochlauf gestellt werden – so sichern wir Wertschöpfung, schaffen gut bezahlte Arbeitsplätze und machen unsere Wirtschaft zukunftsfähig.“

Mona Neubaur, Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes NRW und stellvertretende Ministerpräsidentin

„Der Hy.Summit.Rhein.Ruhr bietet die ideale Plattform, um Wasserstoff als Schlüsseltechnologie für eine klimaneutrale Industrie greifbar zu machen. Die Herausforderungen sind groß - aber ebenso groß ist unsere Entschlossenheit, als Industrie unseren Beitrag zu leisten. Nur gemeinsam mit Politik, Wissenschaft und Wirtschaft bringen wir die Transformation voran!“ 

Miguel Lopéz, Vorstandsvorsitzender von thyssenkrupp

„Duisburg steht mitten im Wandel. Wir wollen Industrie neu denken: klimafreundlich, innovativ, zukunftssicher. Wasserstoff spielt dabei eine wichtige Rolle. Der Hy.Summit zeigt: Wir gehen dabei voran – für eine starke Wirtschaft, für künftige Arbeitsplätze und für eine Region, die ihre Zukunft auf Dauer aktiv gestalten will. Lassen Sie uns die Chance nutzen und gemeinsam zeigen, was hier möglich ist.“ 

Sören Link, Oberbürgermeister der Stadt Duisburg

„In Bochum findet Wasserstoff-Spitzenforschung statt. Diese Exzellenz bringen wir ein, um die Technologie weiterzuentwickeln und marktfähig zu machen. Das ist eine Gemeinschaftsaufgabe für eine resiliente Wirtschaft.“

Thomas Eiskirch, Oberbürgermeister der Stadt Bochum

„Der Hy.Summit zeigt, wie wichtig es ist, die Energiewende gemeinsam zu gestalten und voranzutreiben – mit starken Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik. Denn wir spüren in Hamm gerade seitens der Unternehmerschaft ein großes Interesse hinsichtlich der Potenziale von Wasserstoff. Daher setzen wir in Hamm diesen Wandel bereits jetzt konkret um und stellen die Weichen für eine klimafreundliche Energiewirtschaft der Zukunft.“

Marc Herter, Oberbürgermeister der Stadt Hamm

„Ohne bezahlbaren Wasserstoff ist eine klimaneutrale und wettbewerbsfähige Stahlproduktion nicht denkbar – er ist ein Schlüssel zu einer resilienten Industrie der Zukunft.“

Dennis Grimm, Sprecher des Vorstands thyssenkrupp Steel Europe

„Ein Euphoriethema hat den harten Realitätscheck erfahren. Wir brauchen einen Mittelweg: Transformation weiterführen und gleichzeitig finanzielle Spielräume für die Industrie schaffen. Dafür braucht es klare industriepolitische Leitplanken in Deutschland und Europa – von CO₂-Grenzausgleich (CBAM) und einer verlässlich längeren Zuteilung von CO₂-Zertifikaten bis hin zu einem stabilen Markthochlauf für grünen Stahl und Wasserstoff. Nur eine dekarbonisierte Stahlindustrie sichert Europas Wasserstoffhochlauf und damit unsere industrielle Resilienz.“

Rasmus C. Beck, Geschäftsführer Duisburg Business & Innovation

„Wasserstoff ist mein Element – und ich freue mich, das Thema für unsere Region mit dem Hy.Summit voranzutreiben.“ 

Thomas Wollinger, Geschäftsführer Bochum Wirtschaftsentwicklung

„Der Hy.Summit ist in der Region als Fachkongress zum Thema Wasserstoff etabliert. Von der Veranstaltung geht vor allem das Zeichen aus, dass wir in Zukunft gemeinsam denken und in vielen Bereichen gemeinsam gestalten.“ 

Pascal Ledune, Geschäftsführer IMPULS.Die Hammer Wirtschaftsagentur

„Der Hy.Summit ist nicht nur wichtig wegen Wasserstoff als Zukunftsenergie für Deutschland, sondern er ist noch viel wichtiger, weil Resilienz, Energie, Infrastruktur, aber auch Verteidigung große wichtige Themen werden in den nächsten Jahren.“ 

Thomas Sevcik, Strategiespezialist

„Die Rhein-Ruhr-Region steht im Zentrum der Energiewende. Ich freue mich, dass der Hy.Summit erneut Raum für Austausch, Resilienz und konkrete Wasserstoffprojekte schafft.“ 

Michael Rüscher, 1. Vorsitzender Hy.Region.Rhein.Ruhr e.V.

„Für den Markthochlauf braucht es pragmatische Lösungen: Auch blauer Wasserstoff und Ammoniak müssen erlaubt sein – sonst bleibt die klimaneutrale Industrie an Rhein-Ruhr ein Ziel ohne Weg.“ 

Markus Bangen, Vorsitzender des Vorstands duisport

„Als Ruhrgebiet beherrschen wir den Wandel wie keine zweite Region. Das werden wir auch beim Wasserstoffmarkthochlauf unter Beweis stellen.“ 

Garrelt Duin, Regionaldirektor Regionalverband Ruhr

„Unsere Industrie war immer Taktgeber für klimagerechte Innovationen. Von Koppelgasverstromung bis Kraft-Wärme-Kopplung haben wir etablierte Prozesse geschaffen. Mit Wasserstoff legen wir den Grundstein für Innovationen in den kommenden Jahrzehnten.“

Mahmut Özdemir, Mitglied des Bundestags und Wasserstoffbeauftragter der SPD-Bundestagstagsfraktion

„Auf dem Weg zur Klimaneutralität ist und bleibt Wasserstoff eine der zentralen Schlüsseltechnologien. Was jetzt zählt, ist der erfolgreiche Aufbau lokaler Wasserstoff-Ökosysteme und engagierte Vorreiter. NRW und insbesondere auch die Rhein-Ruhr-Region bieten dafür die idealen Ausgangsbedingungen: erfolgreiche Pilotanlagen der Großindustrie, erste laufende großskalige Elektrolyseure und das in Bau befindliche Wasserstoffkernnetz – und das alles auf der Basis, dass wir hier beim Ausbau Erneuerbarer Energien vorangehen.“ 

Christian Mildenberger, Geschäftsführer der Landesgesellschaft NRW.Energy4Climate

„Die Region Rhein-Ruhr steht wie kaum eine andere für industrielle Stärke und ständigen Wandel. Transformation ist Teil unserer DANN. Wandel birgt neben Risiken auch immer Chancen für innovative Technologien, für bessere Arbeitsbedingungen, für eine wettbewerbsfähige Wirtschaft auf der Höhe der Zeit. Nur wenn wir den Wandel gemeinsam und aktiv mitgestalten, wird aus technologischem Fortschritt auch ein Fortschritt für die Beschäftigten. Das trifft auch und gerade für die Wasserstoffwirtschaft zu.“ 

Bundesarbeits- und Sozialministerin Bärbel Bas in ihrem Grußwort

„Deutschland hat ein Standortproblem. Aber wir haben die Lösung auch selbst in der Hand. Dazu gehört, die Chancen der Energiewende zu nutzen. Wir wollen Nordrhein-Westfalen zur ersten klimaneutralen Industrieregion Europas machen, zur Vorbildregion für Wasserstoff in ganz Europa. So machen wir aus Wasserstoff eine Erfolgsgeschichte. Ganz besonders die Rhein-Ruhr-Region mit ihren exzellenten Hochschulen, innovativen Forschungseinrichtungen und leistungsstarken Unternehmen ist ein Teil dieser Erfolgsgeschichte.“ 

NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst in seinem Grußwort